Unbezahlte Haus- und Familienarbeit

Die Schweiz gehört bezüglich öffentlichen Sorge-Infrastrukturen und zeitlichen wie auch finanziellen Entlastungsmassnahmen für Familien und Haushalte zu den Schlusslichtern Europas. Die Folgen tragen zu einem grossen Teil die Frauen, weil sie den überwiegenden Teil der unbezahlten Haus- und Familienarbeit leisten. Darüber haben wir im Expertinnen-Hearing der Kommission für die Anerkennung der Freiwilligen- und Care-Arbeit gesprochen: Wir sollten uns im Minimum dem europäischen Standard angleichen. Und dafür braucht es dringend mehr Zeit und Geld für Sorge- und Versorgungsarbeit.

Freiwilligenarbeit

In der Schweiz wird bedeutend mehr Freiwilligenarbeit (664 Millionen Stunden pro Jahr) geleistet, als in der gesamten öffentlichen Verwaltung (296 Millionen Stunden pro Jahr) gearbeitet wird. Frauen leisten pro Jahr 90 Millionen Stunden mehr Freiwilligenarbeit, als Männer. Grossmütter leisten mit jährlich 113 Millionen Stunden über die Hälfte der informellen Kinderbetreuung. Wie können insbesondere Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen (finanziell) anerkannt und aufgewertet werden?

Präsentation zur Freiwilligenarbeit am Expertinnen-Hearing der Kommission für Anerkennung Freiwilligen- und Care-Arbeit im Rahmen der Frauensession 2021

Arbeit und Einkommen der Frauen heute. Überlegungen zur Gleichstellung aus einer feministischen-ökonomischen Perspektive.

Unter diesem Titel bot Economiefeministe an der Sommeruni 2021 in Bern einen Workshop an. Im Zentrum stand die Tatsache, dass Frauen und Männer im erwerbsfähigen Alter heute in der Schweiz etwa gleich viele Stunden arbeiten, Frauen aber dennoch jährlich über rund 100 Milliarden Franken weniger Einkommen verfügen als Männer.

Die Präsentation zum Workshop kann hier heruntergeladen werden.

Wissenschaft

Warum die Schweiz feministische Wirtschaftswissenschaften braucht

In der Schweiz fehlen Forschungsgelder und entsprechende Institutionen, die eine kontinuierliche wirtschaftswissenschaftliche Arbeit, Forschung und Ausbildung in Sachen feministische Ökonomie ermöglichen. Wir brauchen eine entsprechende universitäre Ausbildung, in denen die Voraussetzungen für die wirtschaftstheoretische und -politische Expertise der Ökonom*innen geschaffen wird.

Die Präsentation zum Download: Warum die Schweiz feministische Wirtschaftswissenschaften braucht.

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