Aktuelles

Veröffentlicht am: 14. Dezember 2022

Sorge. Arbeit. Macht. Armut.

Sorgearbeit als Faktor für soziale Ungleichheit und Prekarisierung

Der Sozialalmanach der Caritas nimmt jährlich die soziale und wirtschaftliche Entwicklung in der Schweiz unter die Lupe. Die 25. Ausgabe widmet sich dem Thema Ungleichheit in der Schweiz.

Um den Mehrfachkrisen der Gegenwart begegnen zu können, ist gesellschaftliche Stabilität unabdingbar. Diese Stabilität herzustellen und zu erhalten, erfordert eine Auseinandersetzung mit sozialer Ungleichheit und Massnahmen zu deren Abbau.

Mirjam Aggeler und Anja Peter liefern in ihrem Beitrag im Sozialalmanach 2023 eine analytische Grundlage dafür, dass und warum Sorge-Arbeit ein entscheidender Faktor ist, wenn wir über soziale Ungleichheit und Prekarisierung sprechen. Denn: Wer Sorge- und Versorgungsarbeit leistet, wird dafür ökonomisch bestraft. Doch gerade in der Sorge-Arbeit, sei sie bezahlt oder nicht, sind Kämpfe für bessere Arbeitsbedingungen besonders schwierig. Denn diese Arbeit kann «erpresst» werden: Wenn Kinder weinen, wenn Menschen Hilfe brauchen, kann sie nicht verweigert und auf später verschoben werden.

Die Autorinnen gehen dem Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit, Geschlecht und der Organisation und Finanzierung von gesellschaftlich notwendiger Sorge- und Versorgungsarbeit nach. Das verbindende Element: die Verknappung von Zeit und Geld. Diese Verknappung trifft sowohl die Sorge-Erbringenden wie auch die Sorge-Empfangenden und ist deshalb eine wesentliche sozialpolitische Frage. Die Organisation zeitintensiver Arbeit zugunsten der breiten Bevölkerung ist eine «zentrale Zukunftsarbeit rund um nachhaltiges Wirtschaften und soziale Gerechtigkeit», bei der die «Erfahrung der Sorge-Arbeitenden im Zentrum eines solchen Gesellschaftsprojekts» stehen müsse.

Der Sozialalmanach 2023 zum Thema Ungleichheit in der Schweiz, kann hier bestellt werden.

Beitragsbild:  Bild von Caritas Schweiz

Kategorien: News
Schlagwörter: Arbeit und Einkommen, Caritas Schweiz, Einkommenslücke, Feministische Ökonomie, Öffentliche Finanzen, Prekariat, Sozialalmanach 2023, Soziale Ungerechtigkeit
Economiefeministe - Die Plattform für feministische Ökonomie

Hilf uns Economiefeministe langfristig und nachhaltig zu finanzieren!

Economiefeministe Plattform für feministische Ökonomie
Postfach
3001 Bern
CH37 0079 0016 5944 5353 8 Berner Kantonalbank

Immer gut informiert mit unserem Newsletter!

Wir halten dich auf dem Laufenden, abonniere unseren Economiefeministe Newsletter.