Economiefeministe,
die Plattform für feministische Ökonomie, nimmt Tätigkeit auf

Unsere Webseite befindet sich im Aufbau.

Liebe Freund*innen, Aktivist*innen und Interessierte, 

wir freuen uns sehr, mit Economiefeministe, der Plattform für feministische Ökonomie, einen Ort aufzubauen, an dem ökonomisches Wissen aus feministischer Perspektive gesammelt, systematisiert, geschaffen, vermittelt und diskutiert wird. Im Zentrum steht die Sorge- und Versorgungswirtschaft und ihre Bedeutung für die gesamte Wirtschaft.

Plattform für feministische Ökonomie

Economiefeministe ist ein Ort für Zusammenarbeit und Wissensaustausch. Alle, die wichtige Fragen für volkswirtschaftliche Zusammenhänge aus feministischer Perspektive aufwerfen, sind eingeladen sich zu beteiligen. Wir vermitteln dir deshalb mit grosser Freude einen ersten Eindruck unserer zukünftigen Arbeit und möglicher Formen der Zusammenarbeit. 

Economiefeministe ist als Verein organisiert und befindet sich sowohl organisatorisch wie auch inhaltlich im Aufbau. Gerne halten wir dich auf dem Laufenden. Melde dich für den Newsletter an und leite diese Mail gerne an interessierte Kreise weiter.

 

Relevant für alle

Die Sorge- und Versorgungswirtschaft umfasst alle personenbezogenen und haushaltsnahen Dienstleistungen – also alle unbezahlten und bezahlten Tätigkeiten rund um die direkte Sorge für und Versorgung von Menschen. Frauen verbringen über 80 Prozent ihrer Arbeitszeit in diesem Sektor. Diese Arbeit trägt wesentlich zu Wohlstand, Wohlbefinden und Lebensstandard bei. Sie ist relevant für die gesamte Gesellschaft und damit auch für die Wirtschaftspolitik.

 

Wir knüpfen an 

Die bis heute entstandenen wirtschaftstheoretischen Ansätze zur Sorge- und Versorgungswirtschaft und die darin aufgeworfenen Fragen zu Arbeitsprozessen, -bedingungen und Austauschverhältnissen stammen vorwiegend aus den Federn und Köpfen der Frauen- und der feministischen Bewegungen. Wir knüpfen an die aktuellen und historischen ökonomischen Fragen dieser Bewegungen und an den Arbeiten von Fachpersonen zu feministischer Ökonomie und Wirtschaftspolitik an.

 

Wir bearbeiten Lücken

Der gesamte Bereich der Sorge- und Versorgungswirtschaft ist in der gängigen Wirtschaftstheorie und -politik faktisch inexistent. Und das, obwohl die Arbeit, die in diesem Bereich geleistet wird, knapp 70 Prozent des gesamten Arbeitsvolumens ausmacht – bezahlt und unbezahlt. Es geht also nicht «nur» um die Diskriminierung von Frauen und um ihren Ausschluss aus der «Wirtschaft»: sondern um schwerwiegende Lücken in der Debatte und bei Entscheidungen über ökonomische und politische Strategien.

 

Wir schaffen Grundlagen

Economiefeministe sucht Wege, wie wichtige Fakten und ökonomische Zusammenhänge aus feministischer Perspektive Alltagswissen und öffentlich zugängliche Grundlage für wirtschaftspolitische Debatten, Studien, und Gesetzesvorlagen werden. 


Wir gleisen auf

• Zwei Projektbereiche: Ausgangspunkt des Projektbereichs «Sorgen und Versorgen: wie künftig finanzieren?» ist die Frage, wie dieser für das Leben und Überleben unerlässliche Wirtschaftssektor zukünftig nachhaltig finanziell ausgestattet werden kann. Diese Fragestellung ist anlässlich der Covid-19-Krise besonders dringlich geworden. Was heute als systemrelevant bezeichnet wird, sind vor allem Tätigkeiten in der Sorge- und Versorgungswirtschaft. Diese Frage wird im Projektbereich «Wenn Frauen zählen» aus einer anderen Perspektive aufgenommen: Es geht dabei um die zeitliche und finanzielle Ausbeutung von Frauen in der Wirtschaft des Sorgens und Versorgens.

• Lesegruppe «Modern Monetary Theory»: Warum ist es falsch anzunehmen, dass ein Staat sich nicht verschulden soll? Warum muss er ausgerechnet in der Krise Geld ausgeben? Dass der gesetzlich festgelegte Ausgabenstopp des Staates für die Corona-Krisenbewältigung eine Katastrophe ist, zeigen die Vertreter*innen der «Modern Monetary Theory» (MMT), also der modernen Geldtheorie. Ab April setzt sich eine Lesegruppe an vier bis sechs Abenden zusammen, mit dem Ziel, die MMT kennenzulernen und zu verstehen. Die Ökonomin Mascha Madörin und die Politologin Christine Rudolf leiten durch die Lektüre des Buchs «The Deficit Myth. Modern Monetary Theory and the Birth of the People’s Economy» der amerikanischen Ökonomin Stephanie Kelton. Wer sich für eine Teilnahme interessiert, melde sich hier: lesegruppe@economiefeministe.ch


Mitmachen

Haben wir dein Interesse geweckt? Möchtest du mehr erfahren? Oder in einem Projekt mitarbeiten? Nimm Kontakt mit uns auf.

Mirjam Aggeler und Anja Peter, die Co-Leiterinnen der Geschäftsstelle, sind Montag, Dienstag und Donnerstag erreichbar unter: plattform@economiefeministe.ch

Wir freuen uns.

Mirjam Aggeler, Theres Blöchlinger, Mascha Madörin, Anja Peter, Ursula Scheidegger, Therese Wüthrich und Mara Züst

Initiativgruppe und Geschäftsleitung von Economiefeministe