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Wir brauchen eine realistischere Ökonomik
Interview mit Mascha Madörin und Christine Rudolf – von Roxane Steiger für die PS-Zeitung
Wir leben in zwei unterschiedlichen Systemen. Das eine ist Teil der kapitalistischen Akkumulation der Industrie, der Banken und des Grosshandels. Dieses System steht in Krisen im Fokus der Regierungspolitik. Und dann gibt es einen riesigen Rest der bezahlten und unbezahlten Sorge für Menschen und der direkten Versorgung von Menschen. In diesem zweiten System wird viel geleistet und meistens wenig oder nichts verdient. Darüber hinaus wird es bei Massnahmen zur Krisenbewältigung aussen vorgelassen.
Gerade in einer Zeit der Krisen müssen wir jedoch dringend über dieses zweite System reden, das nicht nur für die Gesundheit und den Lebensstandard, sondern auch für das Sicherheitsgefühl der Menschen wichtig ist. Doch das wird von der Politik auf dem gesamten Spektrum kaum gemacht. Es müssten eigenständige Debatten über diesen ganzen Bereich der Sorge- und Versorgungsarbeit stattfinden. Und nur eines dürfte dabei bereits im Voraus klar sein: Einfache Antworten gibt es hier nicht.
Mascha Madörin und Christine Rudolf streichen im Gespräch mit Roxane Steiger heraus, weshalb wir neue wirtschafts- und sozialpolitische Konzepte brauchen, in denen Geschlechtergerechtigkeit ein zentrales Kriterium ist: «Wir brauchen eine realistischere Ökonomik».
Beitragsbild: Logo von p.s.
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