«Wenn man von Gleichstellung spricht, muss man von gleichen Renten sprechen, nicht von gleich hohem Rentenalter»

Publiziert am 08.09.2022 

Die AHV isoliert zu betrachten, ist eine Scheindiskussion, die an der Lebensrealität der Rentnerinnen vorbeizielt. Denn Übers Ganze gesehen sind die Renten der Frauen um durchschnittlich 37 Prozent tiefer als die der Männer. Nicht, weil Frauen weniger arbeiten, sondern weil sie weniger verdienen.

Daria Wild: «Wenn man von Gleichstellung spricht, muss man von gleichen Renten sprechen, nicht von gleich hohem Rentenalter». In: republik.ch/2022/09/08/es-gibt-eine-frauenfeindliche-tradition-in-diesem-land

 

Politikerinnen wollen AHV-Renten verdoppeln

Publiziert am 22. August 2022

Finanzspezialistin Danielle Axelroud von Economiefeministe hält nichts von der Forderung, dass Frauen in höheren Pensen arbeiten sollen um in der Altersvorsorge auf einen grünen Zweig zu kommen: «Frauen arbeiten heute schon gleich viel wie Männer, sogar etwas mehr. Nur ist der grösste Teil ihrer Arbeit unbezahlt», sagt sie. Die AHV müsse ausgebaut werden, weil sie mit den Erziehungs- und Betreuungsgutschriften die unbezahlte Arbeit der Frauen berücksichtige.

Claudia Blumer: Politikerinnen wollen AHV-Renten verdoppeln. In: https://www.20min.ch/story/politikerinnen-wollen-ahv-renten-verdoppeln-284932142547.

Weshalb es eine feministische Perspektive auf die Wirtschaft braucht

Ausgestrahlt am 2. Mai 2022

Was bedeutet es, eine feministische Perspektive auf die Wirtschaft einzunehmen? Weshalb hat diese Perspektive bis jetzt keinen Eingang in gängige Theorien und öffentliche Diskurse gefunden? Und warum ist das ein so grosses Problem? Unter anderem auf diese Fragen geht Anja Peter im Podcast von womens guide unter dem Titel Weshalb es eine feministische Perspektive auf die Wirtschaft braucht ein. Aber auch darauf, wo es in der Realpolitik am meisten hakt und woran wir in der Schweiz anknüpfen könnten, um die Wirtschaft feministischer und damit gerechter zu gestalten.

womens guide: Weshalb es eine feministische Perspektive auf die Wirtschaft braucht. Ein Podcast mit Anja Peter. In: https://womensguide.ch/weshalb-es-eine-feministische-wirtschaft-braucht/#podcast

Neues Scheidungsurteil des Bundesgerichts: «Demütigung für die Frauen»

Publiziert am 29. April 2022

Neues Scheidungsurteil des Bundesgerichts ignoriert einmal mehr die unbezahlte Haus- und Erziehungsarbeit im Scheidungsrecht. Damit steht dieses jüngste Urteil bereits in guter Tradition mit ähnlichen Entscheiden. Anja Peter macht klar, warum dieser aktuelle Kurs eine Demütigung für die Frauen ist. Und warum sich ihre Lage seit den 90er Jahren verschärft hat.

Ralph Hug: Neues Scheidungsurteil des Bundesgerichts: «Demütigung für die Frauen». In: work. Die Zeitung der Gewerkschaft. Nr. 8/22, S. 6. https://www.workzeitung.ch/2022/04/demuetigung-fuer-die-frauen/

Degrowth aus der Perspektive der feministischen Ökonomie

Johanna Herrigel und Anja Peter arbeiten in ihrem Beitrag feministische Überlegungen als Basis der Degrowth-Bewegung und -Debatte heraus und erinnern an die feministischen Mütter› der Bewegung. Darüber hinaus machen sie deutlich, dass die Sorge- und Versorgungsarbeit nicht einfach Teil der Postwachstumsdebatte sein kann, sondern ins Zentrum einer zukunftsgerichteten, wirtschaftstheoretischen und politischen Perspektive gehört. Ihren Beitrag runden sie ab mit Einsichten in aktuelle feministische Debatten, wie etwa die «Commonisierung» von Sorgearbeit, «Public Money» für Gesundheit, Bildung, Soziale Sicherheit und den ökologischen Umbau oder das Programm «Creating a Caring Economy». Ihr Beitrag Degrowth aus der Perspektive der feministischen Ökonomie ist auf S. 47 – 59 zu finden.

Johanna Herrigel und Anja Peter: Degrowth aus der Perspektive der feministischen Ökonomie. In: Luzian Franzini / Roland Herzog / Simon Rutz / Franziska Ryser / Kathrin Ziltener / Pascal Zwicky (Hg.): Postwachstum? Aktuelle Auseinandersetzungen um einen grundlegenden gesellschaftlichen Wandel. Denknetz-Jahrbuch 2021.

Altersvorsorge: Reform aus feministischer Sicht.

Ausgestrahlt am 8. Dezember 2021

Im Zentrum der aktuellen Diskussion steht unter anderem die Rentenaltererhöhung der Frauen, die zur «Stabilisierung» der Altersvorsorge beitragen soll. «Skandalös», findet Anja Peter. Die Frauen hätten ihren Beitrag längst geleistet. Statt darüber nachzudenken, was an Frauen weiter gespart werden könnte, sollte die Frage im Zentrum stehen, wie die grossen Einkommens- und Rentenlücken geschlossen werden können. Sowohl die AHV als auch die Pensionskassen müssen reformiert werden.

RaBe-Info mit Anja Peter: Altersvorsorge: Reform aus feministischer Sicht. In: https://rabe.ch/2021/12/08/altersvorsorge-reform-aus-feministischer-sicht/

In zwei Währungen rechnen: Zeit und Geld.

Publiziert am 8. Dezember 2021

Was normalerweise als Wirtschaft bezeichnet wird, ist eigentlich vielmehr: der kleine Rest der Wirtschaft. Der Beitrag auf elleXX von Anja Peter und Mirjam Aggeler zeigt auf, was das Problem an diesem unvollständigen Bild von Wirtschaft ist, was es uns kostet, warum wir in zwei Währungen rechnen müssen und nicht zuletzt: wie Arbeit geschlechtergerechter organisiert werden könnte. Das Gute daran: Wir müssen das Rad nicht selbst erfinden – zumindest vorläufig nicht.

Mirjam Aggeler und Anja Peter: In zwei Währungen rechnen: Zeit und Geld. In: https://www.ellexx.com/de/themen/finanzen/in-zwei-wahrungen-rechnen-zeit-und-geld/

Warum die unbezahlte Sorge- und Versorgungsarbeit in die VGR gehört

Publiziert am 25. Oktober 2021

Warum ist die Organisation der Sorge- und Versorgungsarbeit keineswegs eine individuelle Frage? Und warum gehört sie in die VGR? Unter anderem zu diesen Streitpunkten liefern sich Anja Peter und Christine Rudolf (Economiefeministe) einen Schlagabtausch mit Ralf Krämer (ver.di) im Makronom, dem Online Magazin für Wirtschaftspolitik.

Zu allen drei Beiträgen geht es hier entlang.

Anja Peter und Christine Rudolf: Warum die unbezahlte Sorge- und Versorgungsarbeit in die VGR gehört. In: www.makronom.de/warum-die-unbezahlte-sorge-und-versorgungsarbeit-in-die-vgr-gehoert-40438

Des aides méconnues et peu efficaces

Publiziert am 29. August 2021

Seit über 20 Jahren gibt es in der AHV die Erziehungs- und Betreuungsgutschriften. Anja Peter von Economiefeministe erinnert in Le Courrier an den langen Kampf der Frauen im Rahmen der 10. AHV-Revision. «Diese Gutschriften sind die einzige direkte Anerkennung unbezahlter Betreuungs- und Erziehungsarbeit in einer Sozialversicherung und führten tatsächlich zu einer wesentlichen Verbesserung der Rentensituation der Frauen». Sie regt darüber hinaus an, im Rahmen von aktuellen Revisionsprojekten die Erhöhung und Ausweitung dieser Gutschriften zu diskutieren und nicht die Erhöhung des Frauenrentenalters. Gemessen am Volumen und dem Wert der unbezahlten Arbeit seien die Gutschriften zu tief.

Dominique Hartmann: Des aides méconnues et peu efficaces. In: www.lecourrier.ch/2021/08/29/un-rapport-tres-disproportionne/. (Der Artikel ist leider nur hinter einer Paywall verfügbar.)

Ein feministischer Blick auf eine zukunftsfähige Versorgungsökonomie

Publiziert am 21. Juni 2021

Es ist der bezahlte und unbezahlte Sorge- und Versorgungssektor, in dem ein wesentlicher Teil der Arbeit verrichtet wird, die grundlegend ist für unseren Lebensstandard. Im Zuge der Automatisierung werden viele Jobs verloren gehen. Klar ist hingegen, dass die Sorge- und Versorgungsarbeit, sei sie unbezahlt oder bezahlt, nicht weniger werden wird. Deshalb sehen wir die dringende Notwendigkeit, eben diese Arbeit mit der ihr angemessenen Bedeutung und Wertigkeit aufzuladen und in Überlegungen zukunftsfähiger Versorgungsökonomien einzubeziehen.

Anja Peter und Christine Rudolf: Ein feministischer Blick auf eine zukunftsfähige Versorgungsökonomie. In: www.makronom.de/ein-feministischer-blick-auf-eine-zukunftsfaehige-versorgungsoekonomie-39582

Gratisarbeit ist Teil der Schweizer Wirtschaft

Ausgestrahlt am 11. Juni 2021

Mascha Madörin, Schweizer Pionierin der feministischen Ökonomie, erklärt, wie die 100 Milliarden Franken schwere Einkommenslücke zwischen Frauen und Männern in der Schweiz Zustande kommt; wie sie überhaupt dazu kam, diese Zahl zu berechnen; welche Erkenntnisse sie aus den Frauenbewegungen der 70er Jahre zog; welche Herausforderungen sich in Zukunft stellen werden; und welche Debatten wir heute dringend führen müssen.

Marlène Sandrin: Gratisarbeit ist Teil der Schweizer Wirtschaft. In: www.srf.ch/audio/regionaljournal-basel-baselland/mascha-madoerin-gratisarbeit-ist-teil-der-schweizer-wirtschaft?partId=12002390

Es handelt sich um einen Beitrag im Regionaljournal Basel von Patrick Künzle (Autor, Moderation und Redaktion): Hohe Impfbereitschaft in Basel-Stadt. In: www.srf.ch/audio/regionaljournal-basel-baselland/hohe-impfbereitschaft-in-basel-stadt?id=12002378. Ausgestrahlt am 11. Juni 2021.

«Frauen werden finanziell knappgehalten»

Publiziert am 10. Juni 2021

Unabhängig sein. Nicht angewiesen sein auf einen Partner, der das Geld nach Hause bringt. Das war eines der Ziele, welche die Frauenbewegungen in den 1970er-Jahren in der Schweiz anstrebten. Die Erwerbstätigkeit von Frauen hat seither tatsächlich massiv zugenommen. Doch nach wie vor ist das Ziel der ökonomischen Unabhängigkeit für Frauen in weiter Ferne. 100 Milliarden Franken. So viel weniger verdienen Frauen als Männer, bei gleicher Anzahl Arbeitsstunden. Anja Peter macht deutlich, wie dieser Missstand zustande kommt.

Flavia Von Gunten: Frauen werden finanziell knappgehalten. In: www.bernerzeitung.ch/frauen-werden-finanziell-knappgehalten-715597757300. (Der Artikel ist aktuell leider nur für Abonnent*innen verfügbar.)

Die Rechnung mit den Care-Migrantinnen geht nicht für alle auf

Publiziert am 25. Mai 2021

Ausländische Pflegerinnen sind in der Schweiz eine willkommene Unterstützung in der Alterspflege. Doch es gibt viele Missstände bei der Care-Migration. Sozialwissenschaftlerin Ursula Scheidegger fordert eine Debatte über die Altersbetreuung.

Barbara Mathys: Die Rechnung mit den Care-Migrantinnen geht nicht für alle auf. In: www.srf.ch/audio/kontext/care-migration-die-zukunft-der-altersbetreuung?id=11983202&fbclid=IwAR2SPISbOmz_CitgeH3Gv-LusW13TtPRwnIUke7QYxvtT5OUKCC0ZVdIo5Q

Zu kurz gedacht und an der Realität vorbei

Publiziert am 20. Mai 2021

Das Bundesgericht hat im März das Unterhaltsrecht für Geschiedene neu geregelt – auf Kosten jener, die die Hauptlast unbezahlter Betreuungs- und Hausarbeit tragen. Ein ungelöstes Problem in der frauen- und familienfeindlichen Schweiz. Anja Peter zeigt auf, wie es zu solch realitätsfernen Entscheidungen kommt, was darin ausgeblendet wird und, in welche Richtung politische Lösungen gedacht werden könnten.

Andreas Fagetti: Zu kurz gedacht und an der Realität vorbei. In: https://www.woz.ch/2120/unterhaltsrecht/zu-kurz-gedacht-und-an-der-realitaet-vorbei

Frauen leisten 50 Prozent mehr häusliche Arbeit als Männer

Ausgestrahlt am: 20. Mai 2021

Der zeitliche Aufwand für unbezahlte Arbeit ist für Frauen und Männer, unabhängig von Alter und Familiensituation im Jahr 2020 für alle gestiegen. Gleichzeitig wurde gesamthaft weniger Erwerbsarbeit geleistet. Betrachten wir die gesamte Arbeitsbelastung (unbezahlte und bezahlte Arbeitsstunden) so arbeiteten die Frauen im erwerbsfähigen Alter im Jahr 2020 pro Woche eine Stunde mehr als Männer. Dazu Anja Peter, Co-Geschäftsleiterin von Economiefeministe, in der Tageschau.

SRF, Tagesschau: https://www.srf.ch/play/tv/tagesschau/video/frauen-leisten-50-prozent-mehr-haeusliche-arbeit-als-maenner?urn=urn:srf:video:e818bb38-7a57-44c3-801b-9f3d11e435d9&fbclid=IwAR1Z2f5abyW3luENyJXNT8XDnUHZYWAXi1hZUc4uCFNXLC_J64_VSh3QLzo

Les enjeux féministes de la grève du climat (Box)

Publiziert am 20. Mai 2021

Das Manifest der Klimastreikenden fordert eine «ökologische, feministische, antirassistische und soziale» Zukunft. Der Zusammenhang zwischen der Ausbeutung der Natur und der Ausbeutung von Frauen und ihrer Arbeitskraft spielt dabei eine wichtige Rolle. Mirjam Aggeler zeigt auf, weshalb wir über Sorge- und Versorgungsarbeit anders nachdenken müssen als über den Rest der Wirtschaft und warum wir über ihre Finanzierung und Organisation sprechen müssen.

Dominique Hartmann: Les enjeux féministes de la Grève du climat. In: https://lecourrier.ch/2021/05/20/climat-social-et-feminisme-se-rejoignent/

Care Migration: Die Zukunft der Altersbetreuung?

Ausgestrahlt am 18. Mai 2021

24 Stunden, 7 Tage die Woche, kaum Pausen und keine Freizeit: Die Arbeitsbedingungen von Care Migrantinnen, die als Betreuungspersonen in Haushalten von betagten Personen in der Schweiz leben, sind oft prekär. Trotzdem spricht die Politik von einer Win-win-Situation. Die Sendung «Kontext» des SRF geht der Frage nach, weshalb die Care Migration trotzdem für viele Beteiligte attraktiv ist, und versucht auszuloten, ob es sich dabei um ein Modell für die Zukunft der Altersbetreuung handelt. Ursula Scheidegger von Economiefeministe hat am Gespräch teilgenommen.

Barbara Mathys (Autorin), Monika Schärer (Moderation), Anna Jungen (Produktion): Care Migration: Die Zukunft der Altersbetreuung? In: www.srf.ch/audio/kontext/care-migration-die-zukunft-der-altersbetreuung?id=11983202&fbclid=IwAR2SPISbOmz_CitgeH3Gv-LusW13TtPRwnIUke7QYxvtT5OUKCC0ZVdIo5Q

Care-Ökonomie aus feministischer Perspektive

Publiziert am 1. Mai 2021

Im Interview mit Roxane Steiger erklären Anja Peter und Mirjam Aggeler in der Ausgabe vom 1. Mai 2021 des P.S. − der linken Zürcher Zeitung − , welche Bedeutung Care-Arbeit für unsere Wirtschaft hat und was feministisch-ökonomische Theorien mit der Anerkennung dieser Arbeit zu tun haben.

Roxane Steiger: Care-Ökonomie aus feministischer Perspektive. In: www.pszeitung.ch/care-oekonomie-aus-feministischer-perspektive/#top

Diese Frauen füllen Wissenslücken: Plattform für feministische Ökonomie

Publiziert am 21. März 2021

Die ökonomische Situation von Frauen findet oft keinen Eingang in wichtigen Debatten. Das soll eine neue Plattform ändern.

Dana Liechti: Diese Frauen füllen Wissenslücken. In: www.blick.ch/schweiz/plattform-fuer-feministische-oekonomie-diese-frauen-fuellen-wissensluecken-id16412077.html

Soll der Staat Eltern mit Kindern 7000 Franken zahlen?

Publiziert am:

Das Bundesgericht will, dass Frauen nach einer Scheidung einen Job suchen, anstatt Unterhaltszahlungen zu erhalten. Eine Autorin fordert darauf ein monatliches Grundeinkommen von 7000 Franken für Paare mit Kindern.

Janine Gloor: Soll der Staat Eltern mit Kindern 7000 Franken zahlen? In: www.20min.ch/story/soll-der-staat-hausfrauen-einen-lohn-zahlen-668769500435

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