Frauen und die Altersvorsorge

Was wir wissen müssen

 

Über die Zukunft der Altersvorsorge wird gegenwärtig kontrovers verhandelt. Einmal mehr fokussieren die Debatten vor allem auf die Frage der Finanzierbarkeit und nicht darauf, welche finanziellen Leistungen für Menschen im Alter zu erbringen wären. Insbesondere für Frauen wäre diese Perspektive wichtig: Denn es sind vorwiegend die Frauen, die heute aufgrund ihrer Arbeitsbiografien Benachteiligungen erfahren.

Um die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) für die Zukunft zu sichern, schlägt der Bundesrat nicht zum ersten Mal die Erhöhung des Frauenrentenalters von 64 auf 65 Jahre vor, was unter den Parlamentsmitgliedern von der Mitte bis Rechts mehrheitlich Zustimmung findet. Damit sollen jährlich 1,2 Milliarden Franken eingespart werden. Ausserdem stehen auch die Renten der beruflichen Vorsorge (BVG), das sind die Pensionskassen, unter Druck. Die bundesrätliche Vorlage hätte eine beträchtliche Rentenkürzung zur Folge. Betroffen wären Menschen mit tiefen Einkommen, wie auch Normalverdienende, insbesondere aber Frauen. Bereits heute erhalten Frauen
aus AHV und BVG einen Drittel weniger Rente, obwohl sie – unbezahlte und bezahlte Arbeit zusammengezählt – gleich viele Stunden arbeiten wie die Männer.

Es besteht kein Zweifel, dass die Schweiz problemlos in der Lage wäre, allen eine würdige Existenzsicherung im Alter zu ermöglichen. Ob nach entsprechenden Finanzierungsmöglichkeiten gesucht wird, ist eine Frage des politischen Willens. Mit anderen Worten: Die Frage ist, ob die Frauen mit ihren langjährigen Forderungen endlich Ernst genommen werden.

Fünf relevante Fakten aus einer feministisch-ökonomischen Perspektive in unserem Faktenblatt Frauen und die Altersvorsorge: Was wir wissen müssen.

Zum Dossier Altersvorsorge mit weiteren Beiträgen geht es hier entlang.

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