Angebote & Veranstaltungen

Montag, 24. Januar / 7. Februar / 21. Februar, jeweils um 19:00 Uhr

Lesegruppe: Jobgarantie vs. Grundeinkommen

Alle, die bezahlte Arbeit suchen, sollen sie auch bekommen – und zwar zu einem existenzsichernden Lohn. Eine Utopie? Nein, besagt der Ansatz der Jobgarantie. Er geht davon aus, dass es viel Sinnvolles und Wichtiges für unser Leben zu tun gäbe, wofür aber nicht genügend Geld vorhanden ist. Eine staatliche Jobgarantie, sprich der Staat als Arbeitgeber der letzten Instanz, könnte diesem Missstand Abhilfe verschaffen.
Anhand von Pavlina Tchernevas Plädoyer für eine Jobgarantie und weiteren Texten zum Thema befassen wir uns mit dieser wirtschaftspolitischen Option und den damit verbundenen wirtschaftstheoretischen Argumenten. Dabei gehen wir der Frage nach: Was hat es auf sich mit diesem Konzept der staatlichen Jobgarantie in Bezug auf Care für Umwelt, Care für Gemeinden und Gemeinschaften und Care für Menschen?

Modul 2: 31. Januar / 14. Februar / 28. Februar 2022
Modul 3: 02. Mai / 16. Mai / 30. Mai 2022

Einführung Feministische Ökonomie: Ein Kurs in Kollaboration mit WIDE

Warum verdient das Pflegepersonal so wenig? Warum sind die Arbeitsbedingungen in
Kitas so schlecht? Wo müsste das Geld herkommen, um diese Bereiche besser zu
finanzieren? Wer leistet wie viel unbezahlte Arbeit in der Schweiz und was bedeutet
das? Diesen und ähnlichen Fragen wird im Kurs Einführung Feministische Ökonomie von Economiefeministe und WIDE nachgegangen – und zwar im historischen Kontext, im Hier und Jetzt, wie auch mit Blick in die Zukunft.

Die Kursteilnahme ist offen für alle. Einzige Bedingung ist die Bereitschaft, zur Vorbereitung Texte zu lesen. Der Kurs findet online statt und ist in drei Modulen aufgebaut, welche einzeln oder ergänzend besucht werden können.

Samstag, 26. Februar 2022 von 10:00 bis 18:00 Uhr

Einführung in die feministische Ökonomie

Anja Peter und Mirjam Aggeler geben im Rahmen des 5. feministischen Lehrgangs der fem! eine Einführung in die feministische Ökonomie. Der Tagesworkshop ist in die drei folgenden Schwerpunkte gegliedert:

  • Einkommenslücke: Frauen verfügen über rund 100 Milliarden Franken weniger Einkommen im Jahr als Männer.
  • Historische Einordnung: Was waren die feministischen Kontroversen und wie hängen diese zusammen mit historischen Entwicklungen und gesellschaftlichen Veränderungen?
  • Und jetzt? Welche (wirtschafts-)politischen Fragen stellen sich heute noch ähnlich? Welche Fragen stellen sich neu?

Vergangene Veranstaltungen

Samstag, 25. November um 12:00 Uhr

Perspektiven. Der feministische Buchclub.

In ihrem Buch Plädoyer für eine Jobgarantie macht Pavlina Tcherneva deutlich, wie verantwor-tungslos – und vor allem: wie unnötig – eine Wirtschaftspolitik ist, die sich auf ein bestimmtes Kontingent von unfreiwillig Arbeitslosen stützt, wie es aktuell der Fall ist. Ihr zufolge kann und soll der Staat Arbeitsmöglichkeiten schaffen: für alle, die arbeiten wollen. Wie wirkt sich ein solches Konzept aus auf die dringenden Fragen unserer Zeit: auf Care für Umwelt, auf Care für Gemeinden und Gemeinschaften und auf Care für Menschen? Was heisst das für Frauen, die den grossen Teil dieser Care- Arbeit leisten? Und welche Bedenken haben wir? Komm an unseren nächsten Buchclub und diskutiere mit.

Samstag, 20. November von 10:00 bis 18:00 Uhr

Denknetztagung: Neue Normalität: Krise?!

Die Pandemie ist noch immer da – und sie wird auch nicht so rasch verschwinden. Gleichzeitig wächst der Wunsch nach einer Rückkehr zur Normalität. Was aber bedeutet Normalität vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Spaltungen, sozialer Ungleichheiten, geopolitischer Spannungen und der Klimakrise? Welche Möglichkeiten gibt es, den nötigen gesellschaftlichen Wandel hin zu einer solidarischen, nachhaltigen und demokratischen Normalität voranzubringen? Zu dieser Frage organisiert das Denknetz die Tagung Neue Normalität: Krise?! mit Referaten, Workshops und Podiumsdiskussionen – unter anderen mit: Ulrike Herrmann, Fabian Scheidler, Ueli Mäder, Flavia Caroni, Cédric Wermuth, Regula Rytz, Beat Ringger, Klimastreik und Anja Peter.

Mittwoch, 10. November 2021 von 19:00 bis 21:30 Uhr

Ökonomie des Sorgens und Versorgens – ein zentrales Konzept der feministischen Ökonomie: Ein Vortrag von Mascha Madörin

Begriffe wie Care und Care-Ökonomie sind heute auch in Wirtschaftszeitungen zu finden. Das ist neu – jedenfalls für Wirtschaftszeitungen. Effektiv befassen sich einige Ökonom*innen seit Jahrzehnten mit der Ökonomie der direkten Sorge für und Versorgung von Menschen. Doch was ist das Besondere an dieser Ökonomie und wie kann sie als Teil der gesamten Wirtschaft aus ökonomischer Sicht analysiert werden?

Ein Vortrag von Mascha Madörin mit anschliessendem Apéro. Organisiert von VWelles – Rethink Economics Bern und Bene – Verein für nachhaltige Entwicklung an den Berner Hochschulen.

Freitag, 29. Oktober 2021 von 9:00 bis 16:30 Uhr

Gutes Alter für alle – eine öffentliche Aufgabe?

Dieser Frage widmet sich die nationale Tagung zum Tag der Angehörigen. Denn Alltagsunterstützung, Betreuung und Pflege von Menschen im Alter geraten zunehmend in eine Schieflage. Notwendig ist ein grundlegender Wandel des Systems. Der Mensch mit seinen Bedürfnissen muss im Zentrum stehen. Mascha Madörin ist im vielfältigen Programm mit einem Referat vertreten: Alltagsunterstützung und Betreuung im Alter müssen anders und besser finanziert werden.

Donnerstag, 28. Oktober 2021 um 12:00 Uhr

Perspektiven. Der feministische Buchclub.

Was haben Schneeräumungen, die Konstruktion von Autos oder Schmerzmittel mit Sexismus zu tun? In ihrem Buch Unsichtbare Frauen deckt Caroline Criado-Perez die geschlechtsspezifischen Wissenslücken in Wissenschaft, Forschung und Planung unserer Welt auf und macht damit deutlich: Unsere Welt, ist von Männern für Männer gemacht. Gut die Hälfte der Menschheit wird in der Gestaltung dieser Welt systematisch vergessen und unsichtbar gemacht – mit schwerwiegenden Folgen für die soziale Sicherheit, die Gesundheit und die Lebensqualität aller, die nicht der männlichen Norm entsprechen. Komm an unseren nächsten Buchclub und diskutiere mit.

Mittwoch, 27. Oktober 2021 von 13:00 bis 18:00 Uhr

Tagung: Zwischen Systemrelevanz und Prekarität

Frauen in der Corona­-Krise: Zwischen Systemrelevanz und Prekarität. Zu diesem Thema findet das diesjährige Armutsforum der Caritas Zürich statt. Vor dem Hintergrund der Pandemie sollen Aspekte von bezahlter und unbezahlter Arbeit beleuchtet werden, mit Fokus auf ökonomische Zusammenhänge und die Möglichkeiten solidarischer Politik. Auch Economiefeministe ist mit einem Input dabei.

Montag, 25. Oktober um 20:00 Uhr

KOSMOPOLITICS: Prekariatskapitalismus

Der Kapitalismus ist in eine neue Phase getreten. So argumentiert die Politikwissenschaftlerin Albena Azmanova in ihrem 2020 erschienenen Buch «Capitalism on Edge» (deutsch: «Kapitalismus an der Kippe»). Der neoliberale Kapitalismus wird durch den «Prekariatskapitalismus» abgelöst. Sein Hauptmerkmal ist nicht Wachstum oder Wettbewerbsfähigkeit, sondern Instabilität. Mit dieser These verbunden ist das Plädoyer für eine Neuausrichtung der wirtschafts- und sozialpolitischen Agenda progressiver Kräfte. Was lässt sich aus einer feministisch-ökonomischen Perspektive dazu sagen?

Donnerstag, 21. Oktober um 18:00 Uhr

FeminisTisch: Perspektiven auf den Wert der unsichtbaren Arbeit

Der FeminisTisch schafft einen Diskussionsraum, informiert und sensibilisiert lösungsorientiert zu spannenden Themen und aktuellen feministischen Debatten. Er eröffnet neue Perspektiven und schärft den kritischen Blick auf Strukturen und Machtverhältnisse, die Diskriminierungen legitimieren. Der kommende FeminisTisch macht unsichtbare Arbeit sichtbar: Insbesondere Frauen mit Migrationserfahrung, die häufig unbezahlte Arbeit
leisten, wird oft gesagt, dass sie keinen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten.

Donnerstag, 30. September 2021 um 12:00 Uhr

Perspektiven. Der feministische Buchclub.
Was hat städtischer Raum mit Feminismus zu tun? Genau das wollen wir herausfinden. Denn in Feminist City kartiert Leslie Kern die Stadt als Raum mit Barrieren der Unterdrückung, aber auch mit Chancen auf die Möglichkeit einer gerechteren und solidarischeren Gemeinschaft. Komm an unseren nächsten Buchclub und diskutiere mit.

Mehr Informationen, künftige Daten und einen Vorgeschmack auf weitere Bücher gibt es hier.

Donnerstag, 26. August 2021 um 12:15 Uhr

Perspektiven. Der feministische Buchclub.

Willst du mehr über feministische Ökonomie erfahren? Suchst du einen Ort für Austausch? Einmal im Monat besprechen wir ein Buch (oder einen Artikel, oder eine Studie) im Bereich feministische Ökonomie. Die Diskussion dauert jeweils zwischen 60 und 90 Minuten und findet online, immer an einem Donnerstag statt − vorläufig über Mittag, je nach Bedarf werden wir den Buchclub alternierend auch am Abend durchführen. Nach einer kurzen Einführung in den Text, diskutieren wir den Inhalt. Die vorbereitende Lektüre des Buchs ist von Vorteil aber nicht Bedingung. Vorkenntnisse sind keine nötig.

Donnerstag, 17. Juni 2021 um 20:00 Uhr

Ein feministischer Blick auf Konjunkturpakete und Finanzierungsfragen: Covid-Stimuli in der EU ‒ welche Fragen müssten gestellt werden?

Elisabeth Klatzer informiert über ihre Studie #nextGenerationEU. Leaves Women Behind zu den Finanzpaketen der EU (Covid-Stimuli-Programm) − in Bezug auf die Gleichstellung der Geschlechter mit ernüchternder Bilanz.

Im Expertinnen-Hearing im Anschluss wird unter anderem der Frage nachgegangen, warum die Organisation und Finanzierung der Sorge- und Versorgungsarbeit nie Teil der öffentlichen Debatte ist: Ein Austausch unter Expertinnen über geographische und thematische Grenzen hinweg − mit Elisabeth Klatzer (AT), Christine Rudolf (DE) und Mascha Madörin (CH). Danach gibt es Raum für Fragen und Diskussion.

Studie #nextGenerationEU. Leaves Woman Behind. (EN)

Zusammenfassung der Studie #nextGenerationEU. Leaves Women Behind. (DE)

Donnerstag, 10. Juni 2021 von 14:00 bis 17:00 Uhr

Arbeit und Einkommen der Frauen heute: Überlegungen zur Gleichstellung aus einer feministischen-ökonomischen Perspektive − Workshop an der feministischen Sommeruni in Bern

Im Rahmen des 30-jährigen Jubiläums der Abteilung für Gleichstellung der Universität Bern findet vom 10. – 11. Juni 2021 eine Sommeruni zum Thema «Feminismus» statt. Dieser Anlass will den Transfer von feministischer Theorie und Praxis in beide Richtungen aufzeigen und fördern. Alle Veranstaltungen finden online statt.
Economiefeministe bietet unter dem Titel Arbeit und Einkommen der Frauen heute: Überlegungen zur Gleichstellung aus einer feministischen-ökonomischen Perspektive einen Workshop an. Im Zentrum steht die Tatsache, dass Frauen und Männer im erwerbsfähigen Alter heute in der Schweiz etwa gleich viele Stunden arbeiten, Frauen aber dennoch jährlich über rund 100 Milliarden Franken weniger Einkommen verfügen als Männer.

Die Präsentation zum Workshop kann hier heruntergeladen werden.

Montag, 12. April bis Montag 21. Juni 2021 von 20:00 bis 22:00 Uhr

Lesegruppe Modern Monetary Theory (MMT)

Warum ist die Annahme falsch, dass der Staat nicht mehr Geld ausgeben soll, als er einnimmt, wie wortführende Ökonom*innen geltend machen? Die Modern Monetary Theory (MMT) stellt dieses Verständnis vom Kopf auf die Füsse, mit grossen Konsequenzen für das Denken makroökonomischer Zusammenhänge. Angesichts der dringenden Fragen von Staatsausgaben in Zeiten der Corona-Krise also höchste Zeit, dass wir uns mit ihr befassen.

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